ZWIEFACHER TRIFFT KLASSIK

MUSIK MIT TAKTWECHSEL

FREITAG, 13. OKTOBER 2017 | 19.00 UHR

VERANSTALTER

Kulturreferat des Bezirks Niederbayern
Gestütstr. 5a
84028 Landshut


EVENT-INFO

Auditorium Piano Mora
Nibelungenplatz 5, 94032 Passau

Der Taktwechsel hat auch Eingang ins klassische Musikrepertoire gefunden. Komponisten ließen sich von den tänzerischen Rhythmen ihrer Heimatregionen inspirieren. Präsentiert werden Werke für Kammermusik u.a. von Béla Bartók, Igor Strawinsky und Carl Orff. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festivals „Zwiefach feiern!“ anlässlich der Eintragung des Zwiefachen ins bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes statt.

Johanna Jung, Harfe
Siegfried Jung, Tuba
Anne Schätz, Klavier
Toselli Quartett (Anna Hoppa und Michaela Reichl, Violine / Anne Beck, Viola / Zsuzsanna Hohl, Violoncello)

Bedřich Smetana Bauerntanz (Furiant) aus: „Die verkaufte Braut“
Bela Bartok Taktwechselnde Stücke aus: „Mikrokosmos“ für Klavier
Igor Strawinsky Drei Stücke für Streichquartett
Carl Orff Taktwechselnde Tänze für Klavier
Carl Orff Tanz (Uf dem Anger) aus: „Carmina Burana“
Philipp Ortmeier Drei Stücke für Streichquartett
Willi März Divertimento für Tuba, Harfe und Klavier

Künstler

Die ungarische Violinistin Anna Hoppa besuchte das Musikgymnasium „Béla Bartók“ in Miskolc, wo sie 1987 ihre Abiturprüfung im Fach Violine mit Auszeichnung ablegte. Danach war sie zwei Jahre lang im Orchester des Stadttheaters Miskolc tätig, bevor sie das Studium an der Musikakademie „Franz Liszt“ in Szeged aufnahm. Mit dem Kammerorchester der Akademie unternahm sie zahlreiche Auslandstourneen. Nach erfolgreich bestandener Diplomprüfung wurde sie 1994 Konzertmeisterin des Orchesters am Nationaltheater in Szeged. Seit 2000 lebt Anna Hoppa mit ihrer Familie in Deutschland. 2004 übernahm sie die Leitung des Kurorchesters Bad Füssing und gründete 2010 das Toselli-Quartett.

Die in Regensburg geborene Geigerin Michaela Reichl wurde noch während ihrer Zeit am Musischen Gymnasium in Regensburg in die Violinklasse von Prof. Ulf Klausenitzer ans Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg aufgenommen. Danach absolvierte sie weiterführende Studien an der Franz-Liszt-Akademie Budapest bei Prof. Eszter Perényi und an der Hochschule für Musische Künste in Bratislava bei Jozef Kopelman, einem „Enkelschüler“ von David Oistrach. Orchestererfahrungen sammelte sie beim Bayerischen Landesjugendorchester, bei den Nürnberger Symphonikern, der Niederbayerischen Philharmonie und dem Philharmonischen Orchester Regensburg. Aktuell ist sie stellvertretende Leiterin des Kurorchesters Bad Füssing. Sie ist zudem Mitglied im Bayerischen Kammerorchester.

Die Bratschistin Anne Beck studierte nach ihrem Abitur Bratsche am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg bei Prof. Hans Kohlhase, erweiterte anschließend ihre Studien in Wien bei Lila Brown und in München bei Reinhard Lutter. Seit 1992 war sie ständige Aushilfe in der Niederbayerischen Philharmonie Passau und seit 1999 auch im Philharmonischen Orchester Regensburg. Parallel dazu unterrichtete sie bis 2009 Geige und Bratsche an der Städtischen Musikschule Passau. Danach wurde sie festes Mitglied im Kurorchester Bad Füssing, bei dessen Konzerten sie auch die Moderation übernimmt.

Zsuzsanna Hohl wurde in Ungarn geboren und fing mir sieben Jahren an, Klavier zu spielen. Ein Jahr später entdeckte sie ihre Liebe zum Cello. In Szeged studierte sie dieses Instrument mit Nebenfach Klavier und schloss mit einem Diplomkonzert 2013 ab. Sie erweiterte ihr musikalisches Können im Solo- und Kammermusikspiel auf Meisterkursen bei Katalin Sin, Jozef Podhoranský, István Várdai, Gabriella Márffy, Márta Gulyás und Luis Fernando Pérez. Zusätzlich sammelte sie Orchestererfahrungen in der Sommerakademie Collegium Musicum in Pommersfelden. Für ihr Spiel erhielt sie zahlreiche Preise und Würdigungen. Derzeit hat sie ein Engagement im Kurorchester Bad Füssing.

Anne Schätz studierte Klavier, Klavierpädagogik, Liedbegleitung und Elementare Musikpädagogik in München. Ihre Diplomarbeit befasst sich mit Leben und Werk Viktor Ullmanns. Sie unterrichtete viele Jahre an den Musikhochschulen Detmold und München und ist derzeit als Klavierpädagogin in München und bei der Royal Academy of Dance tätig. Sie konzertierte bereits in ganz Europa, ist Preisträgerin internationaler und nationaler Wettbewerbe und Stipendiatin u. a. des DAAD und bei „Yehudi Menuhin Live Music Now“. Es ist ihr ein besonderes Anliegen, Kinder für klassische Musik zu begeistern, und so spielt sie seit 2002 u. a. in Kliniken, Schulen und Waisenhäusern Kinderkonzerte, leitete 2013 das „Kindermusikfest“ der Neuen Bachgesellschaft und ist Gründungsmitglied des Ensembles „KiKolino-KinderKonzerte“. 2010 wurde sie dafür mit dem „Stern des Jahres“ der Neuen Westfälischen Zeitung ausgezeichnet.

Johanna Jung, in Ingolstadt geboren, erhielt ihren ersten Harfenunterricht bereits im Alter von acht Jahren. Sie studierte bei Prof. Helga Storck an der Hochschule für Musik und Theater in München und schloss ihr künstlerisches Diplomstudium sowie die anschließende Meisterklasse mit Auszeichnung ab. Zahlreiche Meisterkurse bei Prof. Isabelle Moretti, Prof. Daphne Boden und Prof. Helga Storck ergänzten ihr künstlerisches Profil. Als junge Nachwuchsharfenistin konnte sie beim 7. Weltharfenkongress in Prag bei den „Focus on Youth“-Konzerten auf sich aufmerksam machen. Sie ist Preisträgerin beim internationalen Wettbewerb der „Franz-Josef-Reinl-Stiftung“ in Wien.
Noch während ihres Studiums erfüllte sie in der Spielzeit 2000/01 einen Zeitvertrag als stellvertretende Solo-Harfenistin bei der Essener Philharmonie. Im selben Jahr wurde sie als Solo-Harfenistin im Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck verpflichtet. Mit diesem wie auch anderen Orchestern war sie mehrfach als Solistin zu hören und spielte in zahlreichen Kammerkonzerten im In-und Ausland. Als Orchesteraushilfe wurde sie unter anderem beim NDR-Sinfonieorchester, bei den Hamburger Philharmonikern, am Nationaltheater Mannheim, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz sowie bei den Wiener Philharmonikern engagiert.

Siegfried Jung, geboren in Temeschburg, studierte Orchestermusik im Hauptfach Tuba an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar bei Professor Walter Hilgers. Seit 1999 ist er als Tubist im Orchester des Nationaltheaters Mannheim beschäftigt. Durch seine langjährige Lehrtätigkeit an den Musikhochschulen Frankfurt/Main und Mannheim sowie solistische Verpflichtungen konnte er sich weit über die Grenzen Deutschlands hinaus einen Namen machen und wird regelmäßig als Dozent zu Meisterkursen eingeladen.
Als Gast spielte er in namhaften Orchestern wie dem BR Sinfonieorchester, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Funkorchestern des SWR Stuttgart, des HR Frankfurt und des SR Saarbrücken, bei den Münchener Philharmonikern, der Münchener Staatsoper und vielen anderen Opernhäusern sowie der Niederländischen Philharmonie Amsterdam. Die Zusammenarbeit mit Dirigenten, wie Lorin Maazel, Mariss Jansons, Kent Nagano, Horst Stein und vielen anderen prägen seine Tätigkeit.
Als Solist war er mehrfach mit dem Mannheimer Nationaltheaterorchester sowie in Kammerkonzerten zu hören. 2015 gab er sein Debüt in Rumänien mit der Filarmonica „George Enescu“ Bukarest im dortigen Ateneul Roman. Darauf folgten Einladungen in die Städte Bacau, Targu Mures sowie zum Festival „Timisoara Muzicale“.

Philipp Ortmeier, geboren 1978 in Passau, begann bereits im Kindesalter zu komponieren und lernte Klavier, Violoncello und Schlagwerk. Er studierte Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Italianistik in Würzburg, Wien, Padua und Krakau und promovierte 2010 über die russische Komponistin Sofia Gubaidulina. Seit 2008 arbeitet er als Kulturreferent beim Bezirk Niederbayern. Außerdem führt er sein eigenes Busunternehmen „Omnibus Ortmeier“, das Menschen für Kunst und Kultur mobil macht.
Ortmeier komponiert weltliche und geistliche Musik für Orchester-, Chor- und Kammermusik. Seine Werke werden im In- und Ausland aufgeführt, darunter Serbien, Italien, Polen und Japan. Er schuf Kompositionen u. a. für das Architekturmuseum Frankfurt, das Bistum Passau, das Ensemble Harmonia Unitatis, das Freilichtmuseum Finsterau, den Passauer Konzertverein und die Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie Mainkofen. Seit 2011 verfasst er die Bühnenmusik für das Theaterprojekt „KULTURmobil“. 2017 gewann er mit „Mache dich auf“ den Kompositionswettbewerb der Diözese Passau.

Willi Huber begann seine musikalische Ausbildung im Alter von fünf Jahren mit Klavierunterricht. Mit dreizehn Jahren erlernte er bei seinem Vater das Spiel auf der Zither, deren schöner Klang ihn schon damals faszinierte. Während des späteren Studiums an der Hochschule für Musik in München mit Hauptfach Klavier widmete er sich zusätzlich den Fächern Instrumentierung (bei Prof. Enjott Schneider), Jazz-Harmonielehre (bei Kurt Maas) und Tonsatz (bei Rudi Spring).
Nach dem Studienabschluss gelang es Huber schon nach kurzer Zeit, in der Unterhaltungs- und Popmusik Fuß zu fassen. Unter seinem Pseudonym „Willi März“ veröffentlichte er zahlreiche Werke für verschiedenste Besetzungen. Auch in dieser Tätigkeit bewahrte sich Huber seine Liebe zur Zither und etablierte sein Instrument nach dem Gewinn des ersten Preises im ZDF-Nachwuchswettbewerb „Auftakt“ bei zahlreichen Rundfunk- und Fernsehsendern in Deutschland. 1998 gewann der Komponist einen Wettbewerb der Stadt Frankfurt in Zusammenarbeit mit der Musikmesse Frankfurt „Ein Lied für Frankfurt“. Seit 2002 erklingt zum Neujahrsempfang des bayerischen Ministerpräsidenten die von ihm komponierte Hymne „Entrada Bavarica“. Als Zithervirtuose gastiert Huber oft im Ausland, insbesondere im von ihm besonders geschätzten Japan. Auch in Deutschland gibt er zahlreiche Solo-Konzerte im Rahmen von Kulturfestivals oder Konzertreihen. Eine weitere musikalische Vorliebe gilt der nächsten Verwandten der Zither, der Harfe. Hierfür entstanden vor allem zahlreiche Duo- und Quartettbearbeitungen

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Philipp Ortmeier (links) und Willi März (rechts)


TICKETS

Eintrittskarten: € 10,- / € 5,- (ermäßigt)

Kartenvorverkauf:
Kulturreferat des Bezirks Niederbayern, Tel. 0871 97512-730, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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